Sie überlegen, wie sich Photovoltaik, ein Stromspeicher und eine Wärmepumpe in Ihrem Gebäude sinnvoll verbinden lassen, möchten aber erst verstehen, worauf es bei der Planung ankommt? Wir von der Solstis Energy AG beantworten die Fragen, die uns in der Beratung regelmässig gestellt werden. Dabei geht es um die technische Machbarkeit auf dem Dach, um die wirtschaftliche Seite der Investition und um die Integration aller Komponenten zu einem funktionierenden System. Wir prüfen für Sie, wie viel PV-Leistung sich überhaupt installieren lässt und wie gross der Speicher dimensioniert werden muss. Eine Photovoltaik-Anlage funktioniert nicht isoliert, sondern muss auf Ihren individuellen Energiebedarf abgestimmt werden. Damit Sie vergleichen können, erklären wir die Zusammenhänge verständlich und ehrlich.
Voraussetzungen auf dem Dach und Statik – was vor der PV-Installation geprüft wird
Bevor wir ein Angebot erstellen, untersuchen wir die verfübare Dachfläche, die Ausrichtung, die Statik und Ihren aktuellen Stromverbrauch, um eine tragfähige Lösung zu entwickeln. Die Module brauchen Platz und Sonne. Ein nach Süden ausgerichtetes Dach liefert den höchsten Ertrag, doch auch Ost- oder Westdächer eignen sich gut, weil sie den Strom dann produzieren, wenn er morgens und abends oft gebraucht wird. Wir schauen uns die Dachhaut an und beurteilen, ob eine Aufdach- oder eine Indach-Montage sinnvoller ist. Zwingend erforderlich ist eine intakte Dachhaut, denn wer eine Photovoltaik-Anlage auf einen bald sanierungsbedürftigen Belag montiert, zahlt später doppelt. Wir prüfen die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion, denn die Module und die Montagegestelle bringen zusätzliches Gewicht auf die Fläche.
Die Grösse der Anlage richtet sich nach Ihrem Jahresstrombedarf und der nutzbaren Dachfläche. Wir berechnen die Kilowatt-Spitzenleistung, kurz kWp, die auf Ihr Gebäude passt. Ein 10 kWp-System benötigt rund 60 Quadratmeter Modulfläche. Wenn Ihr Platz begrenzt ist, wählen wir effizientere Module, um den Ertrag pro Quadratmeter zu maximieren. Der Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um. Wir dimensionieren ihn so, dass er genau auf die Nennleistung der Module abgestimmt ist.
Haben Sie viel Verschattung durch Kamine oder Nachbargebäude, dann lohnt sich ein System mit Leistungsoptimierern, weil diese kleinen Geräte unter jedem Modul sitzen und den Ertrag auch in Teilschatten hochhalten. Wir beraten Sie ehrlich, ob sich dieser Mehraufwand bei Ihrer Situation überhaupt rechnet. Manchmal ist es wirtschaftlicher, ein verschattetes Modul ganz wegzulassen, als die gesamte Anlage mit Optimierern auszustatten. Das klären wir im Vorfeld.
Welche Speichergrösse passt zu meiner PV-Anlage?
Vom Strombedarf des Haushalts und der Nennleistung der Photovoltaik-Anlage hängt die Grösse des Batteriespeichers ab, damit Sie den selbst produzierten Strom auch dann nutzen können, wenn die Sonne nicht scheint. Den Speicher berechnen wir so, dass er den abendlichen und nächtlichen Bedarf deckt, ohne dass überschüssige Energie ins öffentliche Netz abfliesst. Geldverschwendung ist ein zu grosser Speicher, weil die Batterie nie voll wird. Ein zu kleiner zwingt Sie dazu, im Winter teuren Netzstrom zu kaufen. Die Balance finden wir.
Die Kapazität messen wir in Kilowattstunden, kurz kWh. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einer 10 kWp-Anlage auf dem Dach braucht meist einen Speicher von 10 bis 15 kWh. So speichern Sie den Überschuss aus dem Mittag und verbrauchen ihn am Abend. Die Lebensdauer einer Batterie hängt von den Ladezyklen ab. Wir achten bei der Auswahl auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen, weil sie als besonders sicher und langlebig gelten. Die Garantie auf die Speicher beträgt bei uns mindestens 10 Jahre.
Wenn Sie später eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto anschliessen wollen, legen wir den Speicher bereits heute etwas grösser aus. Ein E-Auto zieht beim Laden viel Strom aus der Batterie. Es ist oft günstiger, den Speicher jetzt schon für künftige Verbraucher auszulegen, als ihn in zwei Jahren gegen ein grösseres Modell auszutauschen. Wir zeigen Ihnen die Kosten für beide Wege auf.
Wann sich eine Wärmepumpe mit Solarstrom rechnet
Eine Wärmepumpe betrieben mit selbst produziertem Solarstrom senkt die Heizkosten und erhöht den Eigenverbrauch, setzt aber eine ausreichend dimensionierte Photovoltaik-Anlage voraus. Der grösste Stromverbraucher im Gebäude ist die Wärmepumpe. Genau dann, wenn die Sonne am schwächsten scheint, braucht sie im Winter viel Energie. Wir planen das System so, dass die Anlage auf dem Dach einen Grossteil des Strombedarfs der Wärmepumpe im Frühling und Herbst deckt. Im Winter brauchen Sie Netzstrom. An der Natur liegt das, nicht an einem Versagen der Technik.
Wir stimmen die kWp der Module auf die Heizlast Ihres Gebäudes ab. Eine gut isolierte Liegenschaft braucht weniger Strom für die Wärmepumpe, was den Eigenverbrauch der PV-Anlage stark erhöht. Bei uns bekommen Sie beides aus einem Konzept. Wir berechnen die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und setzen sie in Beziehung zum Ertrag der Module. So sehen Sie schwarz auf Weiss, wie viel Strom Sie selbst decken und wie viel Sie zukaufen müssen.
Manchmal raten wir von einer Wärmepumpe ab. Bei schlecht isolierten Gebäuden mit sehr hoher Heizlast steigt der Strombedarf ins Unermessliche. Das sagen wir Ihnen offen. Den Wärmeschutz des Hauses prüfen wir zuerst, bevor wir ein Angebot erstellen.
E-Ladestation und Energiemanagement – wie das System lernt
Ein intelligentes Energiemanagement steuert, wann das E-Auto lädt, die Wärmepumpe heizt oder der Speicher gefüllt wird, damit der Solarstrom dort ankommt, wo er den grössten Nutzen bringt. Viel Strom zieht die Wallbox in der Garage. Laden Sie Ihr Auto ungesteuert aus dem Netz, kostet das bares Geld. Erkennt das Energiemanagement, dass die Module auf dem Dach Überschuss produzieren, schickt es diesen Strom direkt ins Auto. So tanken Sie kostenlos, solange die Sonne scheint.
Das System lernt Ihre Gewohnheiten. Wenn Sie abends um 18 Uhr nach Hause kommen, weiss es, dass das Auto bis morgen früh voll sein muss. Zuerst wird der Strom aus dem Speicher genutzt, danach aus dem Netz. Der Rechner im Energiemanagement priorisiert die Verbraucher nach festen Regeln: Zuerst der Haushalt, dann der Speicher, dann das Auto, dann die Wärmepumpe. Sie können diese Regeln anpassen, wenn Sie mal ausnahmsweise das Auto vorrangig laden wollen.
Wir installieren Ladestationen verschiedener Anbieter und achten auf Kompatibilität mit Ihrem Fahrzeug. Die Kabel verlegen wir und sichern den Stromkreis ab. Sie müssen sich um nichts kümmern, ausser das Auto anzustecken.
Was kostet ein komplettes Energiesystem und wie fördert der Staat?
Aus den Preisen für Module, Wechselrichter, Speicher, Montage und Elektroinstallation setzen sich die Kosten für ein Energiesystem zusammen, während staatliche Förderungen die Investition spürbar senken können. Über die Einspeisevergütung KEV und Kantonalbeiträge läuft die Förderung in der Schweiz. Für jeden Kilowattstunde Strom, den Sie ins Netz einspeisen, zahlt Ihnen die KEV einen festen Betrag. Von der Anlagengrösse und dem Inbetriebnahmedatum hängt die Höhe ab. Beim Ausfüllen der Formulare helfen wir Ihnen.
Ein vollständiges System für ein Einfamilienhaus mit PV und Speicher sowie einer Wallbox beginnt bei etwa 40’000 Franken. Die genauen Kosten hängen von der Grösse der kWp, der Speicherkapazität in kWh und dem Aufwand für die Montage ab. Wir erstellen einen detaillierten Kostenplan. Darin sehen Sie die Preise für jedes Bauteil. Wir legen die Amortisationsrechnung vor und zeigen Ihnen, wann sich die Investition rechnet. Die Förderung fliesst in diese Rechnung mit ein.
Die Förderbeiträge der Kantone unterscheiden sich stark. Vor der Installation müssen die Anträge eingereicht werden. Wir warnen Sie, wenn Fristen laufen, denn wer zu spät beantragt, geht leer aus.
Vertragsmodelle und Gemeinschaften – ZEV, VZEV und Contracting
Für Mehrfamilienhäuser und Areale bieten wir Lösungen für Eigenverbrauchsgemeinschaften und Contracting an. Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, kurz ZEV, erlaubt es, den Strom aus der Anlage auf dem Dach an die Mieter im selben Gebäude zu verteilen, während der VZEV dieses Modell auf mehrere Gebäude auf einem Areal erweitert.
Beim Contracting übernehmen wir die Investition. Sie zahlen einen monatlichen Betrag für den Strom, den Sie aus der Anlage auf Ihrem Dach beziehen. So haben Sie keine Kosten für die Montage der Module und keine Sorge um die Wartung. Wir bleiben Eigentümer der Anlage und betreiben sie. Das Modell eignet sich für Immobilienbesitzer, die die Kapitalkosten nicht selbst tragen wollen, aber dennoch grünen Strom nutzen möchten.
Ein Messkonzept, das wir bei der Stromnetz-Versorgerin anmelden, bildet die Grundlage der Abrechnung im ZEV. Jede Wohnung bekommt einen Unterzähler, der Hauptzähler misst, was insgesamt aus dem Netz bezogen wird. Die Software für die Abrechnung liefern wir und übernehmen die Datenübertragung. So sehen Sie und Ihre Mieter jederzeit, wie viel Strom aus dem Dach kommt und wie viel aus dem Netz.
Service und Überwachung – was passiert nach der Montage?
Nach der Installation überwachen wir die Funktion Ihrer Anlage, melden uns bei Störungen und übernehmen die Wartung, damit die Module über Jahre hinweg ihren Ertrag liefern. Über ein Online-Portal läuft das Monitoring. Auf Ihrem Smartphone sehen Sie, wie viel Strom die Module gerade produzieren, wie voll der Speicher ist und wie viel Energie das Auto zieht. Meldet der Wechselrichter einen Fehler, bekommen wir eine Nachricht und kümmern uns.
Wir bieten verschiedene Service-Verträge an. Im Standard-Paket überwachen wir die Anlage und melden uns bei Fehlermeldungen. Im Premium-Paket kommen eine jährliche Inspektion und die Reinigung der Module dazu. Staub und Pollen auf dem Dach senken den Ertrag. Eine regelmässige Reinigung bringt besonders bei flachen Dächern Mehrertrag. Die Garantie auf die Module beträgt 25 Jahre auf die Leistung, auf den Wechselrichter 10 bis 15 Jahre.
Wenn Sie Fragen zum Portal haben oder einen Verbrauchswert nicht verstehen, rufen Sie uns an, denn wir erklären Ihnen die Kurven und Diagramme. Wir wollen, dass Sie Ihr System verstehen, weil nur wer weiss, wie seine Anlage arbeitet, sie optimal nutzen kann. Bei der Übergabe schulen wir Sie und stehen Ihnen danach per Telefon zur Verfügung.
Antworten zu Ablauf, Grenzen und Qualifikationen
Wie lange dauert die Planung und Installation einer PV-Anlage?
Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Inbetriebnahme vergehen meist sechs bis zwölf Wochen. Die reine Montage auf dem Dach dauert nur wenige Tage. Die Wartezeit entsteht durch die Einreichung der Bau- und Netzanschlussgesuche bei der Stromnetz-Versorgerin. Wir reichen die Dokumente für Sie ein und überwachen den Prozess.
Was passiert, wenn mein Dach zu schwach für die Module ist?
Wir prüfen die Statik im Vorfeld. Stellt sich heraus, dass die Konstruktion das Gewicht der Module nicht trägt, suchen wir gemeinsam nach Alternativen. Manchmal reicht es, die Anlage auf einer Garage oder einem Carport zu installieren. Ist keine Verstärkung möglich, raten wir von einer Montage ab.
Kann ich meine bestehende Anlage um einen Speicher erweitern?
Ja, das ist möglich, wenn der Wechselrichter dafür geeignet ist. Wir prüfen, ob Ihr aktuelles Modell eine Batterie ansteuern kann. Oft ist ein Austausch des Wechselrichters nötig, was die Kosten erhöht. Wir rechnen Ihnen vor, ob sich die Erweiterung wirtschaftlich für Sie rechnet.
Bekomme ich Strom, wenn die Sonne nicht scheint und der Speicher leer ist?
Ja, Ihr Gebäude bleibt immer an das öffentliche Netz angeschlossen. Wenn die Module keinen Strom produzieren und der Speicher leer ist, beziehen Sie automatisch Energie aus dem Netz. Sie merken davon nichts, der Wechselrichter regelt das automatisch. Sie sind nie ohne Strom.
Was bedeutet Eigenverbrauch und warum ist er wichtig?
Der Eigenverbrauch ist der Anteil des produzierten Solarstroms, den Sie selbst nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Je höher der Eigenverbrauch, desto wirtschaftlicher arbeitet die Anlage, weil der selbst genutzte Strom teurer ist als der eingespeiste. Ein Speicher und ein Energiemanagement erhöhen den Eigenverbrauch.
Wie viel Wartung braucht eine Photovoltaik-Anlage?
Photovoltaik-Anlagen sind sehr wartungsarm, da es keine beweglichen Teile gibt. Die Reinigung der Module übernimmt meist der Regen. Bei flachen Dächern empfiehlt sich eine Reinigung alle paar Jahre. Wir überwachen die Anlage per Monitoring und melden uns, wenn der Ertrag ungewöhnlich sinkt.
Sind Sie als Anbieter für die ganze Schweiz tätig?
Ja, wir realisieren Anlagen in der ganzen Schweiz. Unsere Standorte in Solothurn und Urdorf sowie in Luzern decken die Sprachregionen ab. Wir fahren zu den Baustellen und betreuen die Kunden vor Ort. Wir planen und installieren selbst, wir geben die Arbeiten nicht an Subunternehmer weiter.
Welche Garantien gibt es auf die Komponenten?
Die Module haben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren, der Wechselrichter eine Produktgarantie von 10 bis 15 Jahren. Auf den Batteriespeicher geben wir 10 Jahre Garantie. Die Garantiebedingungen der Hersteller prüfen wir für Sie und reichen die Garantiezertifikate bei der Übergabe aus.
Wann ist eine Wärmepumpe nicht sinnvoll?
Wenn Ihr Gebäude schlecht isoliert ist und eine sehr hohe Vorlauftemperatur braucht, ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich nicht sinnvoll. Der Strombedarf steigt ins Unermessliche und die Kosten für den zugekauften Strom übersteigen die Ersparnisse bei den Heizkosten. Wir raten in diesem Fall von einer Installation ab.
Was ist der Unterschied zwischen einem ZEV und einem VZEV?
Ein ZEV, der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, gilt für ein einzelnes Gebäude mit mehreren Wohnungen. Ein VZEV, der virtuelle Zusammenschluss, erstreckt sich über mehrere Gebäude auf einem Areal. Beide Modelle erlauben es, den Solarstrom intern zu verteilen. Wir beantragen die Genehmigung beim Bundesamt für Energie.
Muss ich als Mieter die Anlage auf dem Dach mitfinanzieren?
Nein, beim Contracting übernehmen wir die Investition. Sie zahlen nur für den Strom, den Sie aus der Anlage beziehen. Der Tarif liegt unter dem Preis des lokalen Stromversorgers. So profitieren Sie von tieferen Kosten und grüner Energie, ohne Kapital zu binden.
Wie weiss ich, ob meine Dachfläche gross genug ist?
Wir messen die Fläche aus und berechnen die mögliche kWp-Leistung. Pro kWp braucht es etwa 6 bis 7 Quadratmeter Modulfläche. Wenn Ihr Dach zu klein ist für Ihren Strombedarf, planen wir die Anlage so, dass sie den Grundlastbedarf deckt. Den Rest beziehen Sie aus dem Netz.
Welche Qualifikationen haben Ihre Installateure?
Wir sind Teil der BKW Building Solutions. Unsere Monteure sind ausgebildete Elektroinstallateure mit spezifischer Weiterbildung für Photovoltaik. Wir arbeiten nach den Standards des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins, kurz SEV. Unsere Anlagen werden nach der Montage von einer unabhängigen Kontrolle abgenommen.
Was mache ich mit dem alten Stromzähler?
Weil Sie Strom sowohl einspeisen als auch aus dem Netz beziehen, ist der alte Zähler durch einen Zweirichtungszähler zu ersetzen. Den Austausch beantragen wir für Sie bei der zuständigen Stromnetz-Versorgerin. Diese übernimmt den Zählerwechsel auf eigene Kosten.
Ihr nächster Schritt zur Solar-Future
Sie haben nun einen Überblick über die Voraussetzungen, die Kosten und die technischen Zusammenhänge. Jedes Gebäude ist anders, und jede Anlage braucht eine eigene Planung. Wenn Sie wissen wollen, wie viel Strom auf Ihrem Dach produziert werden kann und welche Förderungen Sie erhalten, lassen Sie uns sprechen. Wir prüfen Ihre Situation ehrlich und rechnen Ihnen vor, ob sich ein Energiesystem für Sie rechnet. Dabei zeigen wir Ihnen auch, wie das in Ihrem Fall konkret aussieht.

